Google-Tags bringen eine eingebaute Einwilligungsprüfung mit. Sie ist Teil der Tag-Vorlage und lässt sich weder abschalten noch konfigurieren. Betroffen sind unter anderem der Google-Tag, GA4-Ereignis-Tags, Google Ads-Conversion-Tracking, Remarketing und die Conversion-Verknüpfung.
Diese Tags feuern auch bei abgelehnter Einwilligung, verhalten sich dann aber anders: Sie setzen und lesen keine Cookies und senden nur einen reduzierten, cookielosen Ping. Aus diesen Pings modelliert Google Conversions. Das ist der Unterschied zwischen dem Verwerfen eines Tags und der eingebauten Prüfung, die das Tag ausführt und intern drosselt.
Welche Einwilligungstypen ein Tag eingebaut berücksichtigt, zeigt die Tag-Vorlage selbst an. Bei GA4 sind es analytics_storage und ad_user_data, bei Google Ads zusätzlich ad_storage und ad_personalization.
Basic oder Advanced
Ob die eingebaute Prüfung allein genügt, ist eine Entscheidung über die Betriebsart des Consent Mode. Im Advanced-Modus reicht sie, die Tags laden sofort und senden vor der Zustimmung cookielose Pings. Im Basic-Modus soll vor der Zustimmung überhaupt nichts an Google gehen, dafür braucht es zusätzlich eine zusätzliche Einwilligungsprüfung auf Tag-Ebene.
Die datenschutzrechtliche Bewertung des Advanced-Modus ist in Österreich und Deutschland umstritten, weil bereits ohne Einwilligung Daten wie IP-Adresse und User-Agent an Google übertragen werden. Die Entscheidung liegt beim Verantwortlichen der Website.
Tags ohne eingebaute Prüfung, also alle Nicht-Google-Tags und jedes „Benutzerdefinierte HTML“, feuern ohne zusätzliche Prüfung uneingeschränkt.
