Zusätzliche Einwilligungsprüfungen

Mit zusätzlichen Einwilligungsprüfungen wird ein Tag an bestimmte Einwilligungstypen gebunden. Die Option steht im Tag unter Einstellungen zur Nutzereinwilligung und heißt dort „Zusätzliche Einwilligung für das Auslösen des Tags erforderlich“.

Eingetragen wird eine Liste von Typen, etwa analytics_storage für ein GA4-Tag oder ad_storage für eine Google-Ads-Conversion. Stehen mehrere Typen in der Liste, müssen alle auf granted stehen. Es ist eine Und-Verknüpfung, keine Oder-Verknüpfung.

Wie die Prüfung abläuft

Der Trigger feuert zuerst, danach prüft der Container den Einwilligungsstatus. Fehlt eine Zustimmung, wird das Tag verworfen. Im Vorschaumodus taucht es dann unter „Nicht ausgelöste Tags“ mit dem Hinweis auf die fehlende Einwilligung auf, nicht unter den blockierten Triggern.

Der wichtigste Fallstrick

Ein verworfenes Tag wird nicht nachgeholt, wenn die Einwilligung später auf derselben Seite erteilt wird. Das Tag hängt an seinem Trigger, und der ist bereits vorbei. Ein GA4-Konfigurationstag auf „Initialisierung – Alle Seiten“ mit Prüfung auf analytics_storage feuert beim ersten Seitenaufruf nie, weil das Banner zu diesem Zeitpunkt noch offen ist. Der erste Seitenaufruf geht damit verloren.

Der übliche Ausweg: Basis-Tags nicht auf die Initialisierung legen, sondern auf das Kategorie-Ereignis des Consent-Tools, etwa cmplz_event_statistics bei Complianz. Dieses Ereignis feuert sowohl beim Laden mit gespeicherter Einwilligung als auch im Moment der Zustimmung. Die Tag-Auslöseoption steht dabei auf „Einmal pro Seite“, damit eine spätere Änderung der Einstellungen keinen zweiten Seitenaufruf erzeugt.

Blockierende Trigger mit dem Muster .* zusätzlich zur Einwilligungsprüfung sind der Weg aus der Zeit vor dem Consent Mode. Beides parallel zu pflegen verdoppelt die Logik, ohne etwas zu gewinnen.

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