Hohe Kardinalität (englisch high cardinality) entsteht in Google Analytics 4, wenn eine Dimension sehr viele unterschiedliche Werte annimmt — typische Fälle sind eindeutige Seiten-URLs auf großen Websites, individuelle Transaktions-IDs oder personalisierte Suchparameter.
GA4 erlaubt pro Bericht maximal 50.000 unterschiedliche Werte einer Dimension pro Tag. Werden mehr Werte gefunden, fasst das System die überzähligen unter der Sammelzeile „(other)“ (deutsch oft „Sonstige“) zusammen.
Gegenmaßnahmen, wenn man die „(other)“-Zeile häufig sieht:
- Dimensionen vermeiden, die zu fein granuliert sind — z. B. Seitenpfad statt Seitenpfad inkl. Query-String.
- Personenbezogene Parameter nicht erfassen — Transaktions-IDs gehören nicht in Dimensionen, sondern in den Item-Array.
- BigQuery-Export nutzen — dort gibt es kein 50.000er-Limit, alle Werte stehen einzeln zur Verfügung.